Nr. 56: Freust Du Dich auf das neue Jahr?

Falls Du Dich fragst, warum ich als großer Fan von Jesus Christus keinen Artikel anlässlich dessen Geburtstag – also zu Weihnachten – geschrieben habe: Ich ärgere mich seit einigen Jahren regelrecht darüber, was die Gesellschaft aus Weihnachten gemacht hat. Ich glaube auch nicht, dass Jesus Christus mir verübelt, dass ich seinen Geburtstag nicht gefeiert habe. Denn ihm sind Formalitäten nicht wichtig, sondern Inhalte. Ich denke, er würde sich eher schütteln angesichts der Tatsache, in wie vielen Wohnzimmern alljährlich ein „Weihnachts-Schein“ statt einem „Weihnachts-Sein“ zelebriert wird. Und sein Gebot, dass die Liebe höchste Priorität hat, bemühe ich mich, an jedem einzelnen Tag zu leben. So gesehen feiere ich jeden Tag Weihnachten, nur eben ohne weihnachtliches Chi Chi…

Umso überraschter war ich, als ich heute morgen festgestellt habe, dass ich heute in großartiger Sylvester- und Neujahresstimmung bin!!! Ich freu mich auf das neue Jahr!!! Ich glaube, dass es ein ganz aufregendes und entscheidendes Jahr wird! Es tut sich so Vieles in der Welt! Aus irdischer Perspektive gesehen sind das ja eher „schwierige“ Entwicklungsfelder, die sich da aufgetan haben, zum Beispiel die Präsidentschaft Trumps, der Vollzug des Brexit, Radikalisierung allerorten und Flüchtlingsströme ohne Ende. Genau deshalb schreibe ich diesen Artikel: Wie ergeht es Dir mit diesen Aussichten? Oder bist Du eher mit Deinen privaten Themen beschäftigt? Oder „benutzt“ Du die Dramen dieser Welt, um Dich von Deinen privaten Sorgen und Nöten abzulenken? Wenn Du Dir Klarheit verschaffen möchtest, habe ich hier einen Vorschlag für Dich!

Hast Du Angst davor, was auf Dich, Deine Lieben und die Welt im Jahr 2017 zukommen könnte?

Nimm Dir doch mal einen Zettel zur Hand und schreibe auf, vor was Du alles Angst hast. Jetzt nicht gleich abwimmeln und denken: Ich habe vor nichts Angst! Denn das ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht die Wahrheit!!! Also bleib jetzt mindestens eine halbe Stunde vor Deinem Blatt sitzen und erforsche Dein Bewusstsein nach Deinen Ängsten.

Dabei ist es wichtig, dass Du so konkret wie möglich wirst. Wenn Du nur aufschreibst, dass Du Angst davor hast, dass Donald Trump als amerikanischer Präsident alles in der Welt durcheinander bringen könnte, ist das viel zu abstrakt. Auch die Angst vor einem dritten Weltkrieg als Folge von Trumps Politik ist zu abstrakt. Frag Dich, welchen Aspekt konkret Du in Bezug auf bestimmte Ungewissheiten oder mögliche Ereignisse hast. Angst davor zu verarmen? Zu sterben? Eine Atombombe zu überleben und mit den Konsequenzen weiterleben zu müssen? Zu verhungern? Deinen Job zu verlieren?

Ich habe früher immer gedacht, ich sei ein angstfreier Mensch! Himmel, was habe ich mich da geirrt!!! Im Laufe der letzten Jahre bin ich mit so vielen Ängsten in mir konfrontiert worden, die schon immer in mir gewesen sein müssen. Die meisten Menschen glauben ja, dass die äußeren Geschehnisse die Ursache für ihre Gefühle sind. Das ist ein Irrtum!!! Es ist exakt anders herum: Alles, was Du erlebst, wird durch Dein Bewusstsein verursacht! Mit anderen Worten: Was in Deinem Bewusstsein an Angst vorhanden ist, ist die Ursache dafür, dass Du exakt das erlebst, wovor Du Angst hast. Deswegen ist es wichtig, dass Du Dir alle Deine Ängste bewusst machst. Denn dann kannst Du die Angst auflösen, bevor Du erleben musst, wovor Du Angst hast. Das ist ein ganz wichtiger Schritt in die Freiheit! Denn Du kannst Dir gar nicht vorstellen, was Du alles veranstaltest, um zu vermeiden, das erleben zu müssen, wovor Du Angst hast. Dafür wendest Du unglaublich viel Zeit und Kraft auf, weit mehr, als Du Dir auch nur ansatzweise vorstellen kannst. Und je mehr bewusste oder unbewusste Anstrengungen Du anstellst mit dem (natürlich meist unbewussten) Ziel, das angstbesetzte Erlebnis zu vermeiden, umso sicherer kannst Du Dir sein, dass Du exakt das dann doch irgendwann einmal erleben musst. Oder Du verschwendest so viel Zeit und Kraft darauf, angstbesetzte Erlebnisse zu vermeiden, dass Du auf dem Sterbebett feststellen wirst, dass Du eigentlich gar nicht richtig gelebt hast. Das würdest Du Dir selbst dann natürlich nicht eingestehen, weil Du damit einsehen müsstest, Dein Leben verschwendet zu haben. Und wer will das schon? Du würdest das aber zweifelsfrei daran erkennen, dass Du sehr große Angst vor dem Tod hast.

Hast Du zum Beispiel schon mal über die Angst vor dem Tod bewusst nachgedacht? Hast Du Dir schon mal vorgestellt, wie es ist zu sterben? Wenn Dir gerade keine andere Angst bewusst ist: Tu das doch mal, und schreib dann auf, was Du bei dieser Vorstellung denkst und fühlst.

Was wünschst Du Dir für das Jahr 2017?

Jetzt nimm Dir bitte ein neues Blatt zur Hand und schreib auf, was Du Dir für Dein Leben im Jahr 2017 wünschst, und zwar ganz konkret für Dein Leben und was Du in Deinem Leben umsetzen kannst. Eine bestimmte Reise? Ein neuer Job? Eine neue Liebe? Oder dass die alte Liebe wieder neuen Schwung bekommt?

Wichtig ist, dass Du Dich mit Deinen Wünschen auf Deine eigene Einflusssphäre beschränkst. Wenn Du Dir zum Beispiel Weltfrieden wünschst, ist das natürlich erfreulich. Aber das überschreitet Deinen eigenen Wirkungskreis. Was aber innerhalb Deines Wirkungskreises liegt und zum Weltfrieden beitragen kann, ist, wenn Du in Dir selbst für Frieden sorgst und Deine inneren Konflikte löst. Genauso liegt es außerhalb Deines Wirkungskreises, mit einem bestimmten Menschen Frieden zu schließen, weil dafür beide zustimmen und den Frieden dann gemeinsam leben müssen. Wenn Du also unter einem zwischenmenschlichen Konflikt oder an einer schwierigen zwischenmenschlichen Situation leidest, kann sich Dein Wunsch lediglich darauf beschränken, dass Du selbst Dir Klarheit darüber verschaffst, wie Du selbst mit dem Konflikt oder der Situation umgehen willst. Es gibt nämlich Menschen, die – so widersinnig das klingen mag – unglücklich sein und leiden wollen und deshalb Streit lieben. Mit solchen Menschen kannst Du keinen Frieden schließen. Dann wirst Du Deinen Frieden nur finden können, wenn Du von diesem Menschen auf irgendeine Art und Weise Abstand – räumlich? Innerlich? – nimmst oder unter Umständen sogar ganz den Kontakt abbrichst. Hast Du davor etwa Angst??? Dann schreib das auf Deine andere Liste, auf der Du Deine Ängste notiert hast.

Außerdem schreib zu jedem Wunsch dazu, welchen Preis Du dafür bezahlen musst, damit der Wunsch in Erfüllung gehen kann. Denn so funktioniert das Universum: Wünsche werden nur demjenigen erfüllt, der bereit ist, den entsprechenden Preis zu zahlen. Wenn Du zum Beispiel geliebt werden möchtest, wirst Du das nur erreichen können, wenn Du selbst auch bereit und in der Lage dazu bist, einen anderen Menschen zu lieben. Du glaubst, Du seiest dafür schon bereit und in der Lage? Wenn Du keinen Partner hast oder in einer unglücklichen oder nicht erfüllenden Beziehung feststeckst, dann bist Du es nicht. Denn wenn Du es wärest, dann hättest Du einen. Oder Dein Seelenplan hat für Dich im Moment etwas anderes vorgesehen als die Liebe zwischen Mann und Frau. Dann tust Du gut daran herauszufinden, was das ist, damit Du das dann möglichst schnell abarbeiten kannst, um dann Deinem Wunsch nach einer Partnerschaft näher zu kommen. Dann wäre der Preis für eine Partnerschaft also herauszufinden, was in Deinem Seelenplan im Moment für Dich vorgesehen ist. Allerdings halte ich es für wahrscheinlicher, dass Du an Deiner Beziehungsfähigkeit arbeiten musst. Denn ich kenne kaum Menschen, die meiner Einschätzung nach beziehungsfähig sind.

Um den Preis herauszufinden, den Du für einen bestimmten Wunsch zahlen musst, kannst Du Dir außerdem auch noch mal die Liste Deiner Ängste angucken. Denn es sind sehr oft Deine bewussten oder unbewussten Ängste, die verhindern, dass Dir Deine Wünsche erfüllt werden. Weil wir eben das Beispiel mit dem Wunsch nach einer liebevollen Partnerschaft hatten: Wusstest Du, dass die allermeisten Menschen eine (meistens unbewusste) Angst zu lieben haben? Oder vor einem bestimmten Aspekt, den Liebe zwangsläufig mit sich bringt? Wie etwa die Angst vor dem eigenen Hang zur emotionalen Abhängigkeit? Oder die Angst, die eigene Unabhängigkeit zu verlieren? Lieben kann nur, wer die Polarität von Abhängigkeit und Unabhängigkeit in sich verstanden und bewältigt hat und deshalb in der Lage ist, mit einem Partner Interdependenz zu leben. Die Fähigkeit zur Interdependenz transzendiert die Polarität zwischen Abhängigkeit und Unabhängigkeit und ist unerlässliche Voraussetzung für die Liebe!

Willst Du zum bewussten Schöpfer Deines Lebens werden?

Wenn Du diese zwei Listen mit Deinen Ängsten einerseits und Deinen Wünschen nebst dem Preis dafür andererseits sorgfältig erstellt hast, bist Du einen gewichtigen Schritt weiter, zum bewussten Schöpfer Deines Lebens zu werden. Denn Du weißt einerseits, was Du in Dein Leben holen willst, und andererseits kennst Du zumindest einige der Show Stopper, mit denen Du die Erfüllung Deiner Wünsche verhinderst. Denn tatsächlich sind Deine Ängste die maßgeblichen Gründe dafür, dass Deine Wünsche nicht Erfüllung gehen können. Da nur Du selbst Deine Ängste auflösen kannst, ist klar, dass auch nur Du allein für die Erfüllung Deiner Wünsche sorgen kannst. Bist Du bereit, diese Verantwortung zu übernehmen?

Wenn Du zum bewussten Schöpfer Deines Lebens wirst, hat das außerdem den erfreulichen Nebeneffekt, dass nichts von dem, was in der Welt passiert, Dein Leben irgendwie negativ beeinflussen kann. Ich will aber nicht verheimlichen: Wenn Du zum bewussten Schöpfer Deines Lebens werden willst, ist es nicht mit den zwei Listen, die ich Dir zu erstellen vorgeschlagen habe, getan. Die sind wirklich nur ein erster wichtiger Schritt. Vielmehr ist es notwendig, dass Du Dein gesamtes Bewusstsein einmal umkrempelst, was – je nachdem, wo Du persönlich gerade stehst – auch ein paar Jahre dauern kann. Aber ist das nicht erst recht ein Grund, möglichst bald damit anzufangen?

Ich werde im neuen Jahr Workshops dazu anbieten, wie Du zum bewussten Schöpfer Deines Lebens werden kannst. Vielleicht hast Du Interesse, daran teilzunehmen? Die Termine findest Du hier!

Jetzt jedenfalls wünsche ich Dir erst einmal einen guten Rutsch ins neue Jahr und alles, alles Gute für das Jahr 2017! Gucken wir doch mal, was auf uns zukommt 😉 Ich freu mich – wie gesagt – auf das neue Jahr!!!

Liebe Grüße, Katrin

 

 

Bildrechte: Foxdemon „Welcome To Paradise“; Bildquelle: www.piqs.de

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