Nr. 59: Ist Dir klar, dass es Zeit und Arbeit erfordert, damit Dein Bewusstsein heilen kann und Dir ein erfüllendes Leben ermöglicht?

Ich hadere manchmal mit mir selbst und mit meinem Leben, weil ich mich frage: Warum habe ich all das, das ich in den letzten Jahren gelernt habe, nicht schon viel früher erfahren? Warum habe ich mich davor so unendlich lange mit mir selbst und mit meinem Leben herumquälen müssen? Und warum dauern diese Heilungsprozesse nur so unendlich lange? Meistens fließen dann Tränen der Reue, Tränen um vergeudete Lebensjahre, Tränen wegen meines unnötigen Leidens. Ich will hier mal meine Gedanken dazu aufschreiben in der Hoffnung, dass sie Dich inspirieren, die Heilung Deines Bewusstseins konsequent in Angriff zu nehmen. Ich stehe nämlich nicht selten vor einem schwierigen Konflikt: Ich nehme bestimmte Entwicklungsthemen bei Menschen wahr und würde unglaublich gern helfen, weil ich weiß, wie viel Linderung das verschaffen könnte, will aber ungefragt nichts dazu sagen, um den freien Willen des Anderen zu respektieren. Deshalb scheint mir ein Artikel als der richtige Weg, Dich darauf aufmerksam zu machen, dass und warum es notwendig ist, dass Du konzentriert an der Heilung Deines Bewusstseins arbeitest, wenn Du ein erfüllendes Leben führen willst. Denn es ist ja Deine Entscheidung, ob Du an dieser Stelle weiterliest oder nicht 😉

Für wen ist Bewusstheitsarbeit mit dem Kopf wichtig, wenn nicht sogar unverzichtbar?

Ich habe mir im Bereich der geistigen Heilung sehr Vieles von dem angesehen, was der Markt so herzugeben hat: Religiöse Trancen, Handauflegen, schamanische Praktiken, schulmedizinisch anmutende Methoden, Arbeit mit Gefühlen, verschiedene Meditationspraktiken und natürlich auch andere Methoden, bei denen es um Bewusstheitsarbeit mit dem Kopf geht; ich glaube, ich habe nichts ausgelassen. Dabei habe ich etwas über die Struktur von Heilung verstanden: Alle Heilmethoden haben ihren Wert, weil sie alle Menschen an bestimmten Punkten in ihrer Entwicklung abholen können. Es gibt keine bessere oder schlechtere Methode, sondern nur die, die für einen selbst im Moment gerade am besten passt. Und diese für Dich beste Methode musst Du für Dich finden! Aber wie heißt es so schön in der Bibel? Wer suchet, der wird finden!

Wovon ich persönlich aber mittlerweile fest überzeugt bin: Wer über genügend Grips und geistige Wachheit verfügt, um Bewusstheitsarbeit mit dem Kopf machen zu können, wird sein Glück letztlich nur dadurch finden. Warum ich das glaube? Einfach weil Gott denjenigen, die viel leisten können, viel abverlangt. Bewusstheitsarbeit mit dem Kopf ist die anspruchsvollste, aber auch effektivste Form der geistigen Heilung. Das liegt daran, dass man sie tagtäglich mit sich selbst praktizieren kann, wenn man einmal weiß, wie sie funktioniert. So verstehe ich auch meine Arbeit: Als Anleitung zur Selbstheilung. Wer verstanden hat, wie es geht, kann selbst den Einkaufstrip im Supermarkt zu einem Akt der Selbstheilung machen.

Wer körperlich oder seelisch krank ist, sollte sich in jedem Fall aber immer auch medizinisch behandeln lassen, sei es schulmedizinisch, alternativmedizinisch oder auch beides kombiniert. Das ist zwar immer nur eine Heilung der Symptome, weil die Ursache jeder Krankheit immer im Bewusstsein eines Menschen verbuddelt ist. Aber durch eine Heilung der Symptome kannst Du Zeit gewinnen und Schmerzen lindern. Beides unterstützt die Bewusstheitsarbeit. In diesem Zusammenhang ist mir übrigens ganz wichtig: Auch die Schulmedizin ist in den Händen der richtigen Mediziner ein Werk Gottes!!! Dass sie mitunter missbraucht wird, steht auf einem anderen Blatt, weil alles missbraucht werden kann. Auch ein an sich nützliches Tomatenmesser kann als Mordwaffe missbraucht werden. Warum mir dieser Hinweis so wichtig ist? Weil da draußen tatsächlich Heiler herumlaufen, die Ärzte für überflüssig halten. Diese Haltung ist so anmaßend! Als wenn es irgendetwas geben könnte, dass Gott ohne Sinn und Verstand in die Welt setzt. Der medizinische Fortschritt ist im Gegenteil ein Indiz dafür, dass die Menschen möglichst lange auf der Welt verweilen können sollen, weil die Bedingungen für Heilung hier im Moment so gut sind wie nie zu zuvor. Es darf nicht vergessen werden: Die Welt ist eine spezielle Läuterungssphäre für alle dualistischen Verwirrungen, die – soweit ich weiß – ausschließlich hier aufgelöst werden können. Deshalb ist jede Verlängerung des Verweilens im Körper immer sinnvoll!

Spirituelle Entwicklung ist ein lebenslanger Prozess!

Nicht selten höre ich von Menschen Sätze wie: „Ich kenne alle meine Themen!“ oder „Ich habe alle meine Probleme auf dem Schirm!“ Ich sage dazu meistens nichts, aber Tatsache ist: Bei keinem, von dem ich solche Sätze je gehört habe, war das zutreffend. Erkennen kann ich das oft schon am Verhalten. Spätestens aber ein Blick darauf, wie erfüllt das Leben meines Gegenübers ist, sagt mir, wo ein Mensch in seiner spirituellen Entwicklung in etwa steht. Nur wer ein in jeder Hinsicht erfülltes Leben führt, hat wirklich alle seine Themen in das Licht der Bewusstheit geholt. Und wer da steht, weiß, dass man sich alle Themen nicht nur einmal, sondern immer mehrfach angucken muss: Zum einen geht es immer mehr in die Tiefe, und zum anderen stellt man immer mehr Verbindungen her.

Ich behaupte übrigens auch von mir selbst nicht, dass ich mit meinen Themen schon durch bin, obwohl ich jahrelang fast nichts anderes als Bewusstheitsarbeit gemacht habe. Denn zum einen stoße ich selbst immer wieder auf vertiefte Einsichten oder neue Verknüpfungen. Außerdem weiß ich: Spirituelle Entwicklung ist ein lebenslanger Prozess. Das kann auch gar nicht anders sein, weil der Sinn des Lebens aus spiritueller Sicht spirituelle Entwicklung ist! Und wenn jemand tatsächlich schon sein Soll für dieses Leben absolviert haben sollte, dann schiebt das Bewusstsein Läuterungsmaterial nach, das eigentlich erst in der folgenden Inkarnation abgearbeitet werden sollte. Es ist also dafür gesorgt, dass es immer was zu tun gibt. Vor diesem Hintergrund klingt es in meinen Ohren – offen gestanden – etwas naiv, wenn jemand in der Lebensmitte von sich behauptet, er oder sie wüsste schon alles über sich und sein Bewusstsein.

Ein guter Indikator für den spirituellen Entwicklungsstand: Die Angst vor dem Tod

Ein guter Indikator dafür, wo Du selbst in Deiner spirituellen Entwicklung stehst, ist, ob Du noch Angst vor dem Tod hast. Stell Dir vor, Du würdest morgen zum Arzt gehen, der Dir dann eröffnen würde, dass Dir für Dein irdisches Leben noch ein Vierteljahr Zeit verbleibt, weil Du unheilbar erkrankt bist. Oder stell Dir vor, dass in einer Minute die Polizei bei Dir anruft und mitteilt, dass Deine Eltern, Deine Kinder oder sonst jemand, der Dir lieb und teuer ist, gerade bei einem Unfall ums Leben gekommen sind. Wie ist Deine Reaktion? Wenn Du darauf mit Angst oder Schrecken reagierst, weißt Du, dass Du noch bannig viel Platz für mehr Erfüllung in Deinem Leben hast. Denn wer Angst vor dem Tod hat, hat auch Angst vor einem erfüllten Leben. Ein erfülltes Leben kann nur führen, wer auch auf allen Ebenen, den physischen Tod eingeschlossen, sterben kann.

Ich habe in den letzten Jahren mal darauf geachtet, wie ältere Menschen mit dem Thema „Tod“ umgehen, weil ich so sehr gern mit ihnen darüber gesprochen hätte. Durch die Bank alle machten sich darüber offenkundig so ihre Gedanken darüber. Aber bei niemandem mochte ich das Thema anschneiden, weil ich den Eindruck hatte, dass die allesamt viel zu viel Angst davor hatten und deshalb nicht darüber sprechen mochten. Ist ja auch ein heißes Thema: Vielleicht würde der eine oder andere in einem Gespräch über den Tod merken, dass er oder sie etwas Wichtiges im Leben verpasst hat? Wenn ich schon so viel Reue wegen etwa zwei vergeudeter Lebensjahrzehnte empfinde, wie mag es einem da wohl ergehen, wenn einem dämmert, dass man sein gesamtes Leben verschwendet hat? Damit bin ich bei meiner nächsten Frage:

Was willst Du in diesem Leben noch erleben?

Ich habe in den letzten Jahren einige Menschen getroffen, die ganz offen zugegeben haben, dass sie sich wünschen, in diesem Leben noch Liebe mit einem Partner zu leben. Wer sich dessen bewusst ist, ist schon einen gewichtigen Schritt weiter als die allermeisten Menschen, die sich diesen Wunsch – aus welchem Grund auch immer, da gibt es viele Gründe – (noch) nicht eingestehen können oder wollen. Wie ist es mit Dir? Wenn Du diesen Wunsch hast, dann wirst Du mit großer Wahrscheinlichkeit noch etwas dafür tun müssen. Warum ich mir so sicher bin? Weil Dein Wunsch sonst schon erfüllt wäre. So einfach ist das.

Außerdem verlangt die Liebesbeziehung einem ab, dass das eigene Ego zu sterben fähig sein muss. Mit anderen Worten: Nur wer die Angst vor dem Tod zumindest weitestgehend überwunden hat, kann Liebe leben. Denn nur wer fähig ist, sich selbst mitsamt seinem Ego = mit seinem Stolz, seinem Eigenwillen und seiner Angst auch mal für das Gegenüber vollständig zurückzunehmen, ist in der Lage, sich einem Partner so hinzugeben, wie es die Liebe gelegentlich notwendig macht. Es ist das Ego mit seinem Stolz, seinem Eigenwillen und seiner Angst, das die Menschen voneinander trennt und die Liebe unmöglich macht. Diese Hingabefähigkeit ist tatsächlich die exakt Gleiche wie beim physischen Tod; der Unterschied besteht lediglich darin, dass die Liebe den physischen Körper nicht tötet. Denn im physischen Tod sterben lediglich das Ego und der physische Körper. Das Bewusstsein (mitsamt des ätherischen, emotionalen und mentalen Doppels) bleibt erhalten. Das klingt natürlich fremd für jemanden, der sich ausschließlich über das Ego und den Körper definiert und dementsprechend noch Angst vor dem Tod hat. Wer aber die Angst vor dem Tod überwunden hat, versteht sofort, was ich meine. Etwas weniger abstrakt ausgedrückt: Wer Liebe leben will, muss zumindest das eigene Ego vollständig verstanden haben, damit er es bei Bedarf hintenan stellen = sterben lassen kann. Wer das nicht beherrscht, wird unweigerlich seinen Partner „töten“, um das Überleben des eigenen Ego sicherzustellen – natürlich ohne es zu merken. Wenn man das gegenseitig oft genug getan hat, ist die vermeintliche Liebe schon im Eimer, noch bevor man das auf der bewussten Ebene mitkriegt. Bis man aber das eigene Ego – also alles, was in einem selbst auf Trennung programmiert ist – vollständig verstanden hat, braucht es so seine Zeit. Deshalb kann ich jedem, der Liebe leben will, nur dringendst ans Herz legen, möglichst schnell an die Arbeit zu gehen.

Die effektivste Krisenprävention: Spirituelle Entwicklung!

Einer der größten Wirtschaftszweige in der Welt ist das Versicherungswesen. Warum? Weil alle Menschen Angst haben vor Krisen, Krankheiten, Jobverlust, Tod, Unfällen, Naturkatastrophen und Mitmenschen mit niederer Gesinnung, die sich an fremdem Eigentum vergreifen. Versicherungen suggerieren Sicherheit. Aber können Versicherungen das tatsächlich leisten? Nein, weil sie lediglich das finanzielle Risiko mindern können. Sie können nichts dagegen tun, dass Krisen überhaupt entstehen. Und Krisen entstehen, wenn man hinter seinem spirituellen Entwicklungspotential zurückbleibt und sich seiner selbst nicht ausreichend bewusst wird. Krisen sind quasi der Weckruf des Universums, die sagen: Nun guck Dir endlich an, was in Dir ist! Denn die Krisen im Außen sind lediglich eine Manifestation dessen, was vorher unsichtbar im Bewusstsein der Betroffenen vergraben war.

Dass das nicht nur esoterischer Unsinn ist, kann man daran sehen, dass viele Menschen – wenn auch vielleicht nur diffuse – Vorahnungen haben, das etwas Bestimmtes oder überhaupt etwas Ungutes passieren wird. Manchmal sind es genau diese Vorahnungen, die es einem Menschen ermöglichen, der Katastrophe zu entkommen. Man denke nur an die Tsunami-Katastrophe in Thailand im Jahr 2004: Warum konnten sich einige Menschen retten, andere hingegen nicht? Diese Vorahnungen sind nichts anderes als eine gute und bewusste Verbindung zum eigenen Leben und wie es in die Welt eingebettet ist; wer sich seiner selbst bewusst ist, nimmt diese Vorahnungen wahr und zieht daraus die richtigen Schlüsse.

Bei den „persönlichen“ Katastrophen wie Krankheit, Tod, Scheidung und Jobverlust „wissen“ die meisten Menschen lange im Voraus, was auf sie zukommt – „wissen“ in Anführungszeichen, weil dieses Wissen vielleicht lediglich unbewusst oder nur halbbewusst ist oder verleugnet wird. Oder die Zeichen der Zeit werden geflissentlich übersehen nach dem Motto: „Was ich nicht sehe, gibt es nicht!“ Wer hinreichend bewusst lebt, kann sich entweder einer Krise ganz entziehen, sie abwenden oder sie so konstruktiv und mit gutem Ergebnis bewältigen, dass sie ihren Krisencharakter verliert. Nur wer in seinem Leben unbewusst vor sich hindämmert, den erwischt die Krise angeblich „unerwartet“ und plötzlich. Dabei ist die Krise mit der mangelnden Bewusstheit im Grunde genommen von langer Hand hausgemacht. Deshalb ist in meinen Augen Bewusstheitsarbeit eine viel effektivere Vorsorgemaßnahme als jede Versicherung!

Um ein anschauliches Beispiel zu geben: Ich habe mal die Bekanntschaft mit einem Mann gemacht, dessen Unterleib von Krebs zerfressen und der dem Tode geweiht war. Er brachte das in Zusammenhang damit, dass er sich einige Monate zuvor in einen rostigen Nagel gesetzt hatte, der sich tief in seine „Sitzfläche“ hineingebohrt hatte, wodurch es im Unterleib zu Entzündungen gekommen sein muss. Zum Arzt gegangen war er deshalb nicht. Er sah darin den Auslöser für den Krebs. Zum Arzt ist er erst gegangen, als der Krebs bereits seinen gesamten Unterleib durchwuchert hatte. Auch wenn ich medizinische Laiin bin, halte ich es für schlechterdings ausgeschlossen, dass eine Entzündung Krebs auslösen kann. Ich glaube, dass es genau andersherum war, dass es nämlich kein Zufall war, dass er sich in den rostigen Nagel gesetzt hatte. Denn wäre er damit zum Arzt gegangen, dann hätte der Krebs frühzeitig entdeckt werden können. Das zu unterlassen, ist in meinen Augen eine Nachlässigkeit gegenüber dem eigenen Körper, die Bände spricht über die Einstellung des Mannes zur eigenen Körperlichkeit. Dass er sich einen Krebs ausgerechnet im Bereich von Wurzel- und Sexual-Chakra eingefangen hat, spricht auch eine bildhafte Sprache, die auf Probleme mit der eigenen Körperlichkeit hinweist. Wenn er sich früher um mehr Bewusstheit bemüht hätte, hätte er den Krebs vielleicht verhindern, in jedem Fall aber ein erfüllenderes Leben führen können, weil er mit seiner Körperlichkeit hätte Frieden schließen können. Nach seiner eigenen Aussage war er mit seinem Leben nicht so recht glücklich. Seine Angst vor dem Tod war dementsprechend greifbar. Denn die Angst vor dem Tod verliert nur, wer ein erfülltes Leben geführt hat. Und ein erfülltes Leben kann nur führen, wer die Angst vor dem Leben verliert. Die Angst vor dem Tod und vor dem Leben verliert nur, wer sich seiner selbst ausreichend bewusst wird, bevor es dafür zu spät ist. Wer sich seiner selbst vollends bewusst ist, der weiß innerlich, dass der physische Tod nur eine Illusion ist, weil das Bewusstsein ewig lebt.

 

Na, wie ist es jetzt: Bist Du jetzt ausreichend motiviert, Deine spirituelle Entwicklung konzentriert in Angriff zu nehmen? Was glaubst Du, warum Dich Dein Bewusstsein dazu inspiriert und animiert hat, diesen Artikel zu lesen?

 

 

Bildquelle: www.piqs.de „Termine“

 

 

 

 

KatrinNr. 59: Ist Dir klar, dass es Zeit und Arbeit erfordert, damit Dein Bewusstsein heilen kann und Dir ein erfüllendes Leben ermöglicht?