Nr. 64: Hast Du Deine „Ego-Zentrik“ schon mit ausreichend Aufmerksamkeit für andere Menschen ausbalanciert?

Egoismus ist ein kindischer Charakterzug. Bei Kindern ist es normal und gesund, wenn sie sich als Nabel der Welt wahrnehmen und wie eine selbstverliebte Ballerina allein um sich selbst kreisen. Hingegen ist Egoismus bei Erwachsenen deplatziert: Er zeigt an, dass dieser scheinbare „Erwachsene“ in wichtigen Teilen seiner Persönlichkeit eben gerade noch nicht erwachsen geworden ist. Allerdings ist es genauso ungesund, seine eigenen Interessen, Gefühle und Bedürfnisse grundsätzlich hinter denen anderer Menschen zurückzustellen. Denn das läuft auf ungesunde Selbstaufgabe und Aufopferung hinaus, was innerlich unweigerlich Unzufriedenheit und Feindseligkeit generiert. Dazu, eine Mutter Theresa zu werden, sind nur wenige Menschen berufen. Und wer dazu berufen ist, empfindet das nicht als Selbstaufgabe oder Aufopferung, sondern als zutiefst befriedigende Erfüllung. Mit anderen Worten: Jeder muss für sich selbst die stimmige Balance zwischen „Ego-Zentrik“ (im positiv verstandenen Sinne) einerseits und Aufmerksamkeit für und Rücksichtnahme auf andere andererseits finden.

Allerdings stehe ich im Moment unter dem Eindruck, dass die meisten Menschen noch im kindischen Egoismus gefangen sind. Vor diesem Hintergrund schreibe ich diesen Artikel, damit Du mal für Dich selbst reflektieren kannst, wo Du selbst insofern stehst.

Bewusster und unbewusster Egoismus

Unter Egoismus versteht man ja allgemein hin, dass jemand ganz bewusst ausschließlich auf den eigenen Vorteil bedacht ist und/oder die eigenen Interessen durchsetzt. Dieses Verhaltensmuster ist heute so weit verbreitet, das es fast als „normal“ erscheint. Und nicht selten wird es auch genau damit verteidigt, weil es ja schließlich „alle so machen“. Da steckt eine gewisse Berechtigung drin. In einer auf Konkurrenz ausgelegten Gesellschaft muss jeder gucken, wo er bleibt. Trotzdem ist es nach meinen Beobachtungen so, dass viele Menschen egoistischer sind, als sie es zum Schutz der eigenen Interessen sein müssten. Es gibt so eine Art „Egoismus-Reflex“, mit dem viele Menschen automatisch egoistisch reagieren ungeachtet der Tatsache, wie die Situation im konkreten Einzelfall ausgestaltet ist und insbesondere ungeachtet der Tatsache, ob und inwieweit andere Beteiligte tatsächlich egoistisch agieren.

Wofür ich Dich hier sensibilisieren will: Egoismus mit Augenmaß ist manchmal angebracht, aber eben manchmal auch nicht. Wenn Du bewusst entscheidest, in welchem Einzelfall oder Aspekt Du egoistisch sein willst und in welchem Einzelfall oder Aspekt Du den Interessen, Rechten und Bedürfnissen anderer Menschen den Vorrang einräumen willst, bist Du aus spiritueller Sicht schon gut dabei. Wichtig insofern ist es, dass Du mit Dir selbst ehrlich bist. Es gibt nämlich den unheilvollen Hang, die eigenen Interessen als die Interessen anderer Menschen zu „maskieren“. Auf diese Art und Weise kann man so wunderbar „heilig“ tun und trotzdem seine eigenen Interessen durchsetzen. Das ist natürlich hochgradig egoistisch und obendrein auch noch unfair. Das ist übrigens eine der wenigen Situationen, die mich persönlich immer noch zur Weißglut bringen kann: Wenn ich explizit sage, dass ich A will, und mir dann jemand (mehr oder weniger direkt) sagt, dass ich doch eigentlich B will oder B doch viel besser für mich ist, nur weil dieses B für diesen Jemand – aus welchen Gründen auch immer, da gibt es unendlich viele Gründe, die insbesondere egoistischer Natur sind – genüsslicher ist.

Genau an dieser Stelle kommen wir an eine entscheidende Schwierigkeit mit Egoismus: Soweit Egoismus bewusst ist, lässt sich damit ganz gut umgehen, sowohl bei sich selbst als auch bei anderen. Schwieriger ist der Umgang mit unbewusstem Egoismus, von dem die meisten Menschen meiner Einschätzung nach noch nicht einmal wissen, dass es ihn überhaupt gibt. Dieser unbewusste Egoismus entsteht dadurch, dass die Wahrnehmung eines Menschen von anderen Menschen unbewusst eingeschränkt sein kann. Das funktioniert ähnlich wie Farbenblindheit, nur mit dem Unterschied, dass sich Farbenblindheit recht leicht diagnostizieren lässt. Wer unter Farbenblindheit leidet, nimmt eine rote Rose primär als Form und im Übrigen lediglich als durch Grauschattierungen von anderen Gegenständen unterscheidbar wahr. Ähnlich kann die Wahrnehmung eines Menschen von anderen Menschen eingeschränkt sein, allerdings ohne dass dieses Defizit ähnlich eindeutig identifiziert werden könnte.

Kannst Du andere Menschen und ihre Interessen und Bedürfnisse wahrnehmen?

Wenn ich bei meinen Feldstudien zum Thema „Egoismus“ eines verstanden habe, dann ist es die Tatsache, dass es nicht wenige Menschen gibt, die andere Menschen überhaupt nicht wahrnehmen können und/oder wollen. Diese Menschen sind so ausschließlich mit sich selbst beschäftigt und damit, was sie selbst brauchen, wünschen, denken, fühlen und durchsetzen wollen, dass andere Menschen aus deren Sicht wie weiße Litfasssäulen erscheinen müssen, auf die sie nach Belieben die eigenen Geschichten und Persönlichkeitsstrukturen projizieren und an denen sie ausschließlich ihre eigenen inneren Kämpfe austragen. Mir ist es nicht nur einmal passiert, dass ich sogar mit dem, was ich explizit gesagt habe, überhaupt nicht gehört worden bin. Vielmehr ist mir deren Version von „Wahrheit“ einfach übergestülpt worden, indem diese Menschen – völlig unbeeindruckt davon, was ich gesagt hatte – ihren eigenen Film weiterlaufen ließen. Das waren extrem irritierende Erfahrungen. Denn das fühlt sich für mich so an, als wenn es mich als Mensch in der an der Oberfläche stattfindenden Interaktion überhaupt gar nicht gibt.

Aus meiner persönlichen Sicht ist das nichts anderes als eine „mentale Tötung“, auch wenn das krass klingt. Aber aus spiritueller Sicht zählen eben nicht nur die Handlungen einen Menschen, sondern gleichermaßen auch das, was er mit und in seinen Gedanken „macht“. Und wer sich weigert oder unfähig ist, die Äußerungen eines anderen Menschen zur Kenntnis zu nehmen und in seine Gedankenprozesse aufzunehmen, radiert die Existenz dieses anderen Menschen schlicht aus. Deshalb ist das in meinen Augen eine Tötung auf mentaler Ebene.

Es gibt tatsächlich Menschen, die ausschließlich so unterwegs sind. Bei den meisten Menschen sind es lediglich spezifisch abgrenzbare blinde Flecke, die die Wahrnehmung anderer Menschen partiell auslöschen. Diese blinden Flecken haben immer eine bestimmte Struktur. Um zu verdeutlichen, was ich damit meine, will ich Dir ein paar Beispiele an die Hand geben:

  • Wer keinen oder wenig Zugang zu den eigenen Gefühlen hat, kann mit emotionaler Kommunikation anderer Menschen nicht umgehen: Sie wird entweder ausgeblendet und ignoriert oder aber abgewehrt, indem sie abgewertet, verharmlost, niedergebrüllt oder sogar beschämt wird. Das gilt insbesondere für den Ausdruck von Schmerz, Traurigkeit und Frustration, aber auch für den Ausdruck von Wut und sogar Freude und Begeisterung.
  • Wer mit einem bestimmten schwierigen Aspekt seiner eigenen Persönlichkeit nicht klarkommt, blendet gern aus, welche Schwierigkeiten sich daraus für andere Menschen ergeben. Das typische Beispiel hierfür ist, dass jemand einen Fehler gemacht hat und diesen Fehler entweder ganz verleugnen oder aber in einen „Nicht-Fehler“ uminterpretieren will. Die destruktiven Konsequenzen, die dieses Verhalten für andere Menschen hatte, werden schlicht für nicht existent erklärt.
  • Wer mit einer schwierigen Situation wie zum Beispiel einem Konflikt mit jemanden oder zwischen zwei anderen Menschen überfordert ist, löst das Problem gern dadurch, dass er die Gefühle, Bedürfnisse und Interessen anderer Menschen ausgeblendet und versucht, die schwierige Situation „wegzureden“ oder zu ignorieren.
  • Wer – aus welchen Gründen auch immer – ein Geschenk, eine liebevolle Geste oder Aufmerksamkeit nicht annehmen kann, läuft Gefahr, den Geber oder das, was dieser ihm gegeben hat, abzuwerten und zu degradieren. Das ist nicht nur gegenüber dem Geber unfair, sondern insbesondere auch der Garant dafür, dass der Geber irgendwann die Schnauze voll hat und sich zurückzieht.

Du merkst: Ein Mangel an Wahrnehmung anderer Menschen entsteht immer dann, wenn man mit einem eigenen Defizit nicht zurande kommt. Genau deshalb läuft es immer auf egoistisches Verhalten hinaus, wenn man sich den eigenen Defiziten nicht stellt.

Weißt Du, was Du selbst willst?

Was vielleicht auf den ersten Blick überraschend klingt: Wer sich nicht bewusst ist, was er selbst in einer bestimmten Situation will und das auch klar zum Ausdruck bringt, läuft ebenfalls Gefahr, sich egoistisch zu verhalten. Insofern habe ich zwei Varianten beobachtet:

Die erste Variante ist, dass jemand scheinbar geduldig alles mitmacht, was andere wollen. Und plötzlich explodieren diese Menschen dann, weil sie viel zu lange alles mitgemacht haben und ihre inneren Grenzen schon lange überschritten sind. Solche Situationen entstehen entweder, weil die Wahrnehmung des Gegenübers alle Vorwarnungen ausgeblendet hat, siehe letzter Absatz. Oder aber weil diese Menschen tatsächlich nicht klar auf dem Schirm haben, was sie eigentlich wollen. Deshalb ist es immer eine gesunde Form des Egoismus, wenn Du Dir präzise klar machst, was Du in einer bestimmten Situation für Dich erreichen willst. Das ist letztlich auch im Interesse des anderen, weil der nicht erleben muss, wie Du explodierst. Ob und mit wie viel Nachdruck Du das auch kommunizierst, ist dann schon Teil der Interessenabwägung: Wenn Du bereit bist, Dein Anliegen zurückzunehmen, musst Du nicht den Mund aufmachen. Dann darfst Du nur nicht den Zeitpunkt verpassen, an dem für Dich Deine innere Grenze überschritten ist. Denn spätestens dann solltest Du Deine Interessen und Bedürfnisse artikulieren, wenn Du eine Eskalation vermeiden willst. Du kannst Konflikte eher lösen, wenn Du noch nicht in explosiver Stimmung bist.

Die zweite Variante ist, dass jemand solange seine Wünsche und Bedürfnisse verleugnet hat, dass er – natürlich unbewusst – jede Situation boykottiert oder zerstört, die ihn der Erfüllung dieser Wünsche und Bedürfnisse nahebringt. Das Verhalten, das daraus resultiert, erscheint anderen Menschen unweigerlich als hochgradig egoistisch und ist entsprechend schmerzhaft, auch wenn es eigentlich gar nicht egoistisch, sondern nur kopflos ist. Denn das eigentliche Problem ist ein Mangel an gesundem Egoismus. Es ist tatsächlich nicht nur ein Akt der Selbstliebe, sondern auch ein Akt der Liebe gegenüber anderen, wenn Du Dir bewusst machst, was Du willst, und Dich auch dementsprechend verhältst!

Außerdem ist es so, dass man andere Menschen nicht selten genauso behandelt, wie man sich selbst behandelt. Wenn Du Dir selbst zugestehst, das, was Du willst, zu benennen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Du das auch anderen zugestehen kannst. Das heißt, dass Du sensibler wirst dafür, was andere Menschen wollen, so dass Du Chance hast, eine bewusste Entscheidung zu treffen, ob Du egoistisch oder altruistisch sein willst.

Egoismus ist ein Beziehungskiller!

Ich frage mich, ob ich überhaupt etwas darüber schreiben muss, dass Egoismus ein Beziehungskiller ist. Das ist doch eigentlich selbstverständlich, oder nicht? Beziehung ist gegenseitiges Geben und Nehmen. Wenn einer oder beide Beteiligten immer nur ihren Willen durchsetzen wollen, kann kein fließender Austausch entstehen, sondern kommt früher oder später unweigerlich ein zäher Machtkampf auf.

Ich denke, das Problem ist eher ein anderes: Den meisten Menschen ist nicht bewusst, dass sie eine Beziehung eingehen oder pflegen mit dem Ziel, für sich einen bestimmten „Nutzen“ daraus zu ziehen, sprich ein bestimmtes Bedürfnis erfüllt zu bekommen. Es geht mit anderen Worten weniger um den Kontakt zu einem bestimmten Gegenüber, sondern in erster Linie darum, eigene Zwecke zu verfolgen. Um ein paar Beispiele zu nennen:

  • Eine Beziehung wird dazu benutzt, um „in geordneten Verhältnissen“ zu leben oder sich als „respektables Mitglied dieser Gesellschaft“ zu inszenieren.
  • Eine Beziehung wird dazu benutzt, um sich als Mensch, Mann oder Frau wertvoll zu fühlen.
  • Eine Beziehung wird dazu benutzt, um sich selbst als „Helfer“ und deshalb als wertvoll zu erleben.
  • Eine Beziehung wird dazu benutzt, um sich die Zeit zu vertreiben und die eigene Zeit zu füllen.
  • Eine Beziehung wird dazu benutzt, um nicht allein durchs Leben gehen zu müssen.
  • Eine Beziehung wird dazu benutzt, um versorgt zu werden – entweder finanziell oder mit Blick auf die Organisation des Haushalts (Kochen, Putzen, Waschen etc.).
  • Eine Beziehung wird dazu benutzt, um das eigene Leid abzuladen oder gar davon befreit zu werden (was natürlich nie funktionieren kann, weil jeder sich nur selbst von seinem eigenen Leid befreien kann).

Je mehr die Zweckbindung im Vordergrund steht und je austauschbarer die personelle Besetzung ist, desto klarer stehen die egoistischen Motive dafür, warum die Beziehung eingegangen worden ist und gepflegt wird, im Vordergrund. Und je mehr die egoistischen Motive im Vordergrund stehen, desto schwieriger wird die Beziehung sein. Denn selbst wenn das auf Gegenseitigkeit beruht, führt das unweigerlich dazu, dass die Beziehung nur dann funktioniert, wenn diese egoistischen Motive auch tatsächlich erfüllt werden. Das heißt: Keiner der Beteiligten ist frei, so zu sein, wie er oder sie ist, sondern jeder wird immer daran gemessen, ob er für den Partner ausreichend „nützlich“ ist. Mit Liebe oder auch nur freundschaftlicher Zuneigung, die das „DU“ in den Vordergrund stellt und aufrichtiges Interesse am Anderen hat, hat das rein gar nichts zu tun. Will heißen: Das ist Egoismus pur und kann sogar zu Missbrauch ausarten!

Erwachsene Beziehungen basieren darauf, dass beide Beteiligten für sich autonom und unabhängig sind und genau deshalb einander auf freiwilliger Basis bereichern können. Mit anderen Worten: Es geht um das „Ich will Kontakt zu Dir haben, weil ich Dich ganz persönlich als Bereicherung für mich empfinde!“, statt um das „Du musst dies und das für mich tun, unterlassen oder dulden, damit es mir gut geht!“

Der Schlüssel zur richtigen Balance: Sich selbst und anderen aufmerksam zuhören!

Wenn Du mit dem Thema „Egoismus“ zurande kommen willst, geht es meines Erachtens in erster Linie darum, dass Du Dir in jeder Situation präzise oder vor allem wenigstens Dir selbst gegenüber ehrlich (!) klarmachst, was Du für Dich warum erreichen willst. Das hat rein gar nichts mit Egoismus zu tun, sondern dient allein dem Zweck, dass Du nur so überhaupt feststellen kannst, ob und inwieweit Du selbst noch egoistisch bist. Du wirst dabei unweigerlich auf unerfüllte Bedürfnisse stoßen. Erst wenn Du die Großherzigkeit hast, die Erfüllung dieser Bedürfnisse nicht mehr von anderen einzufordern, sondern anderen erlaubst, einfach so zu sein, wie sie sind, hast Du Deinen kindischen Egoismus vollständig aufgegeben. In exakt diesem Moment erkennst Du auch, wenn der Egoismus anderer Menschen Dich auszubeuten versucht, weshalb Du Dich dagegen dann effektiv wehren kannst.

Ein erfreulicher Nebeneffekt: Je mehr Aufmerksamkeit Du Dir selbst schenkst, desto mehr Aufmerksamkeit kannst Du im zweiten Schritt auch für andere aufbringen. Denn dadurch weitet sich automatisch Deine Wahrnehmungsfähigkeit für andere Menschen, was – wie wir gesehen haben – für sich gesehen schon zu einer Redzierung des kindischen Egoismus führt.

Aufmerksamkeit ist immer der erste Schritt für Veränderung, gerade bei Egoismus. Wann immer ich in den letzten Jahren bei Menschen auf Egoismus gestoßen bin, war für mich der Mangel an Aufmerksamkeit und die Bereitschaft, sich vernünftig über das eigene Verhalten Rechenschaft abzulegen, greifbar. Selbst hoch intelligente Menschen sind zu Kindern mutiert, die blind und – bildlich gesprochen – wütend mit dem Füßen stampfend ihren Willen durchsetzen wollten. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass es extrem kontraproduktiv ist, sich unwidersprochen diesem Willen zu beugen. Denn das verstärkt den Egoismus des anderen nur noch zusätzlich. Damit bin ich in einem Fall tatsächlich sogar in die Aufopferung gerutscht, hinter der ich auf einer anderen Ebene meinen eigenen Egoismus gefunden habe. Was ich damit sagen will: Wenn Du unter dem Egoismus eines anderen Menschen ächzt, muss es bei Dir selbst einen egoistischen Grund dahinter geben, warum Du Dich gegen den Egoismus nicht wehrst und an dieser Beziehung trotzdem festhältst. Mit dem eigenen Egoismus tut man also nicht nur anderen Menschen Unrecht, sondern mit hoher Wahrscheinlichkeit auch sich selbst, weil er einen zu Verhalten verleitet, das der eigenen Integrität abträglich ist. Egoismus schadet letztlich allen Beteiligten!

Und? Wie ist es um Deinen Egoismus bestellt? Bist Du noch die kindische Ballerina, die ausschließlich um die eigenen Bedürfnisse kreist, oder schon „richtig erwachsen“, so dass Du einen angemessenen Ausgleich zwischen Eigen- und Fremdinteressen herstellen kannst?

 

 

Bildrechte: Torbak Hopper „reaching maximum stretch flight“; Bildrechte: www.piqs.de

KatrinNr. 64: Hast Du Deine „Ego-Zentrik“ schon mit ausreichend Aufmerksamkeit für andere Menschen ausbalanciert?