Nr. 73: Kannst Du erkennen, was in der Welt gerade passiert und welche Entscheidung Du für Dich treffen musst?

Wenn man sich im Moment in der Welt umguckt, kommt man nicht umhin festzustellen: Hier auf diesem Erdball findet schon seit etwa zehn bis fünfzehn Jahren eine grundlegende Umstrukturierung statt: Globalisierung des Handels, Internationalisierung der Kommunikation durch hochmoderne Technologie und mit der G20 die ersten Gehversuche einer „Weltregierung“. Mit anderen Worten: Die Welt „wächst zusammen“. In den letzten Jahren ist noch einmal ordentlich Schwung in diese Bewegung gekommen durch internationale Flüchtlingsströme, mit denen auch das Leid der Welt international ver- und geteilt wird.

Gleichzeitig hat sich eine Bewegung in die Gegenrichtung von Separatismus formiert: Trump postuliert „America First!“, Großbritannien tritt aus der EU aus, und in vielen anderen Ländern gibt es unterschiedlich ausgeprägte, aber fast überall wahrnehmbare nationalistische Tendenzen, auch in Deutschland. Diese nationalistischen Tendenzen haben ihren Grund nicht nur in der allgegenwärtigen Angst vor Veränderung und „Überfremdung“, sondern auch in harten Fakten wie etwa der ungerechten Verteilung der Globalisierungsgewinne und der Veränderung der nationalen Arbeitsmärkte infolge von Globalisierung und Digitalisierung. Last but not least, wird die atomare Aufrüstung durch den Nordkorea-Korea wieder zum alltäglichen Tagesordnungspunkt, der sich auf den internationalen Deal in Sachen Atomenergie mit dem Iran auszuweiten droht. Und das ist erst der Anfang: Es ist eine Frage der Zeit, bis auch andere Länder sich mit Hilfe von Atomkraft eine wahrnehmbare und ernstzunehmende Stimme in der Welt erobern werden wollen.

Aus der Helikopter-Perspektive gibt es also zwei Bewegungen: Eine Bewegung hin zu internationaler Gemeinsamkeit und globalem Miteinander einerseits, und eine Bewegung hin zu Trennung, Separatismus und Verteidigung der Nationalstaaten andererseits.

Die separatistischen Tendenzen zeigen sich übrigens auch noch mal auf einigen nationalen Bühnen: Das ist die Wurzel des Kriegs in Syrien. Man denke außerdem – gerade brandaktuell – an die katalonische Unabhängigkeitsbewegung in Spanien, aber auch an die Schreie der Schotten nach Unabhängigkeit von Großbritannien, an die Lega Nord in Italien und an das Streben der Kurden nach einem eigenen Staat. Und apropos Großbritannien: Was wird nach dem Brexit im Verhältnis zwischen Irland und Nordirland passieren?

In diesem Artikel will ich beleuchten, was aus spiritueller Sicht hinter diesen Entwicklungen steht und was das alles für Dich persönlich bedeutet.

Das spirituelle Ziel dieser Entwicklung: Die Entstehung einer „Neuen Erde“ oder die Rückkehr Christi

In der Bibel wird die Entstehung einer „Neuen Erde“ prophezeit. Eckhart Tolle hat diese Prophezeiung in seinem Buch „Eine Neue Erde“ aufgenommen, in dem er beschreibt, dass die „Neue Erde“ durch einen Bewusstseinssprung entstehen wird: Die gewohnte vom rationalen Denken bestimmte Funktionsweise der Menschheit werde abgelöst durch einen Zustand des „Seins“ jenseits des rationalen Denkens.

Auch die Rückkehr Christi wird in der Bibel prophezeit. Das bedeutet nicht, das Jesus Christus wieder hier auf der Erde als Mensch inkarnieren wird, sondern dies wird geschehen, indem das Christusbewusstsein alle Menschen erfassen wird, die dafür vorbereitet sind.

Beides – die Entstehung einer Neuen Welt und die Rückkehr Christi – beschreiben den gleichen Vorgang: Dadurch, dass ein Teil der Menschheit vom Christusbewusstsein erfüllt werden wird, wird gleichzeitig eine „Neue Erde“ entstehen.

Ob diese „Neue Erde“ lediglich eine spirituelle Sphäre innerhalb der uns bekannten Welt sein und also nur im Geiste eines Teils der Menschheit entstehen wird oder ob dadurch tatsächlich auch eine komplett neue „physische“ Sphäre jenseits der uns bekannten Erde geschaffen wird, weiß ich nicht. Meine Vermutung ist, dass tatsächlich irgendwann in ferner Zukunft auch eine neue physische Sphäre geschaffen werden wird. Allerdings können wir diese Frage im Moment getrost beiseite lassen, weil sie nach den Maßstäben unserer Zeit meiner Einschätzung nach in jedem Fall ganz, ganz ferne Zukunftsmusik ist. Das werden weder Du noch ich in diesem Erdendasein noch erleben, da bin ich mir sicher. Aber wir alle werden ja wiederkommen, und dann stellt sich irgendwann die Frage: Werden Du und ich die alte oder die neue Erde bewohnen?

Wodurch diese Entwicklung vonseiten der spirituellen Welt beschleunigt wird

Diese Entwicklung wird vonseiten der geistigen Welt beschleunigt. Daran, dass alle drei Faktoren, die ich Dir hier gleich nennen werde, von keinem Menschen der Welt beeinflusst werden können, kann man erkennen, dass hier im Moment tatsächlich die Verwirklichung eines göttlichen Plans am Werke ist, der aus der spirituellen Welt mitgesteuert wird. Diese drei Faktoren, die sich der menschlichen Entscheidungsgewalt entziehen, sind:

Erstens: Es werden zahlenmäßig immer mehr Menschen in eine irdische Inkarnation geschickt, wodurch die Weltbevölkerung insgesamt ansteigt. Durch diesen Bevölkerungsanstieg eskalieren allerorten die Konflikte, weil überall dort, wo es mehr Menschen gibt, immer auch mehr Auseinandersetzungen auftreten.

Zweitens: Gleichzeitig wird die Spanne des Entwicklungsstandes innerhalb der Menschheit breiter, will heißen: Es inkarnieren mehr und höher entwickelte Bewusstseine einerseits, gleichzeitig aber auch mehr weniger entwickelte Bewusstseine andererseits. Das hat zur Folge, dass der Verständnishorizont innerhalb der Menschheit weiter auseinanderklafft, als dies früher der Fall war. Auch dadurch entstehen mehr Reibungspunkte, weil das die Verständigung erschwert: Menschen mit einem weniger entwickelten Bewusstsein können Vieles intellektuell nicht nachvollziehen, was Menschen mit einem hochentwickelten Bewusstsein erdenken und entwickeln.

Drittens: Außerdem wird der Entwicklungsprozess befeuert durch die Freisetzung von Know-How in Sachen „Kommunikationstechnologie“, die zu einer rasanten Verbesserung der internationalen Kommunikation geführt hat: Informationen über Geschehnisse aus aller Welt sind fast zeitgleich überall weltweit verfügbar. Donald Trump erscheint uns Deutschen nur deshalb als so gefährlich, weil wir per Internet und insbesondere Twitter bestens über jedes Detail seines Wirkens informiert sind. Durch die rasante Kommunikationstechnologie werden Menschen auch physisch viel schneller in Bewegung gebracht: Wenn einige Flüchtlinge in die Heimat die dort sofort verfügbare Nachricht schicken, dass in Europa alles super ist, und diese Nachricht vor Ort binnen Sekunden an eine Vielzahl anderer Menschen weitergeleitet wird, ist klar, dass sich auch viele andere Menschen in Notlagen auf die Flucht begeben.

Diese drei Faktoren haben dazu geführt, dass die Menschheit heute nicht nur vor ganz vielen neuen Herausforderungen steht, sondern dass auch die Anzahl der zu bewältigenden Aufgaben exponentiell zugenommen hat. Warum dadurch das spirituelle Wachstum beschleunigt wird? Weil das dazu führt, dass tagtäglich mehr Entscheidungen gefällt werden müssen, was jeden Menschen immerzu unter Druck setzt, sich andauernd positionieren zu müssen: Für oder gegen die Neue Welt?

(Übrigens spiegeln in meinen Augen der Verlauf und das Ergebnis der Bundestagswahl 2017 in erster Linie wider, dass viele Menschen auf allen Ebenen mit dieser neuen Komplexität (noch) nicht angemessen umgehen können.)

Die Grundsatzfrage für die Lösung aller Probleme ist immer: Gegeneinander oder Miteinander?

Neben der zunehmenden Komplexität der Sachthemen haben sich „verfahrenstechnisch“ zwei grundlegend unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten herauskristallisiert, die sich in ausnahmslos jedem Sachthema widerspiegeln. In seinem Kern ist nämlich jedes Problem immer ein Konflikt, bei dem sich zwei oder mehr Positionen, Gesichtspunkte oder Argumente gegenüberstehen. Und für die Lösung von Konflikten gibt es grundsätzlich zwei Lösungsansätze:

Entweder versucht man ein Ergebnis zu „erzwingen“ in einem Modus von „Ich gegen Dich“. Das ist zum Beispiel der Modus, wie er vor staatlichen Gerichten praktiziert wird, wobei die Entscheidungshoheit dort bei einem unabhängigen staatlich bestellten Richter liegt. Wo es einen solchen Richter nicht gibt, wie zum Beispiel bei internationalen Konflikten ohne entsprechende Gerichtsbarkeit, werden Entscheidungen durch die Ausübung von Macht herbeigeführt: Der Stärkere „unterwirft“ den Schwächeren, was unter Umständen in Krieg enden kann.

Oder – das ist der andere Lösungsmodus – man versucht ein Ergebnis gemeinsam herbeizuführen, indem man miteinander eine Lösung findet, die den Interessen und Bedürfnissen aller Beteiligten bestmöglich entspricht. Eine solche Lösung kann zum Beispiel anstelle in einem Gerichtsprozess im Wege der Mediation gefunden werden. Auf internationaler Ebene bietet sich der Vergleich an, wie mit dem Iran ein Atom-Deal ausgehandelt worden ist, bei dem sich alle Beteiligten auf Augenhöhe miteinander verständigt haben, während Trump es heute im Fall von Nordkorea primär mit Machtausübung in Form von drastischen Wirtschaftssanktionen und militärischer Einschüchterung probiert.

Die Parallele zu den zwei eingangs geschilderten Entwicklungstendenzen in der Welt in Richtung Gemeinsamkeit einerseits und in Richtung Separatismus andererseits liegt auf der Hand: Die ganze Welt ringt im Moment darum, wie man eine Vielzahl komplexer Probleme am besten löst, und jedes Land und sogar jeder Mensch hat seine eigene Antwort darauf. Das Problem ist: Es gibt keine einfache Antwort darauf! Jedes einzelne Problem erfordert eine individuelle Lösung.

Man muss nicht lange darüber nachdenken, welche Lösungsstrategie „spiritueller“ ist: Natürlich ist eine Lösung, die gemeinsam und miteinander gefunden wird, immer einer Lösung vorzuziehen, die mit Macht oder Gewalt herbeigeführt wird. Mit anderen Worten: Wenn zwei vom Christusbewusstsein erfüllte Menschen vor der Situation stehen würden, dass sie gegensätzliche Interessen und Bedürfnisse verfolgen, würden sie sich sofort daran machen, einen sachgerechten Interessenausgleich herzustellen. Das würde so automatisch und entspannt passieren, dass die Situation noch nicht einmal als Problem oder Konflikt bezeichnet werden könnte, weil automatisch beide die Interessen und Bedürfnisse des anderen sofort anerkennen oder vielleicht sogar von sich aus für den jeweils anderen erkennen würden. Nur: Wer ist bereits mit dem Christusbewusstsein erfüllt? Heutzutage kaum ein Mensch! Deshalb wäre es weltfremd anzunehmen, man könne alle Konflikte dieser Welt ohne Ausübung von Macht und zur Not auch mit Gewalt lösen. Selbst die totale nukleare Abrüstung hielte ich persönlich deshalb im Moment einfach nur für weltfremd: Oder möchtest Du Dir vorstellen, was passieren würde, wenn der Rest der Welt Nordkorea keine Atomwaffen entgegenzusetzen hätte???

Manchmal gebietet auch die Situation eine hoheitliche „Machtentscheidung“: Ich denke zum Beispiel an die Entscheidung von Angela Merkel im Jahr 2015, die Flüchtlingsströme ins Land zu lassen. In der Situation hatte sie schlicht und ergreifend keine Zeit, darüber vorher in Deutschland einen gesellschaftlichen Konsens herbeizuführen, der ihre Entscheidung hätte tragen können. Zurecht weisen allerdings heute ihre Kritiker darauf hin, dass der größte Fehler der Merkel geführten Regierung war, diesen sich abzeichnenden Konflikt nicht antizipiert zu haben und schon im Vorfeld einer Lösung zuzuführen. Nur leider wurde auch nach der Öffnung der Grenzen versäumt, einen gesellschaftlichen Prozess der Konsensfindung zwischen Befürwortern und Gegnern ihrer Entscheidung zu kultivieren, obwohl die Gegner zum Beispiel in den anfänglich noch zivilisierten Pegida-Demonstrationen ihre Stimme erhoben haben. Die Quittung dafür war das Wahlergebnis, mit dem die AfD mit knapp 13 Prozent der Stimmen in den Bundestag gewählt worden ist. Diese 13 Prozent wurden – so die Analyse der Wahlforscher – überwiegend gespeist aus Menschen, die ihren Protest gegen diese Bevormundung durch die große Koalition ausdrücken wollten, und nicht etwa aus Menschen, die von der AfD, deren Programm oder gar deren Spitzenpolitikern überzeugt gewesen wären.

Was Angela Merkel auf dem internationalen Parkett wunderbar beherrscht – nämlich gemeinsam mit anderen Ländern Lösungen zu erarbeiten –, hat sie im innerdeutschen Dialog sträflich vernachlässigt. Dass die Wähler sie trotzdem erneut mit der Regierungsbildung beauftragt haben, zeigt in meinen Augen nur, dass die deutsche Bevölkerung trotzdem weitgehend hinter ihrer Entscheidung in der Flüchtlingsfrage steht.

Was die deutsche Politik bei all der Internationalisierung und Globalisierung dringend braucht, sind Menschen, die die innerdeutschen Konflikte im Auge behalten und die diesbezüglich auf eine Klärung dringen. Wir können dankbar sein, dass sich dieses Versäumnis in Deutschland (noch) nicht mit einem Bundeskanzler oder einer Bundeskanzlerin Trump’schen Zuschnitts gerächt hat. Denn Barack Obama hat den gleichen Fehler gemacht wie Angela Merkel: Auch er hat auf der internationalen Bühne brillant kooperativ agiert, hat darüber aber die inneramerikanischen Konflikte vernachlässigt. Genau daraus hat Trump Profit gezogen.  Insofern muss allerdings auch ein neuer Konfliktlösungs-Modus kultiviert werden, der exakt herausarbeitet, welche Bedürfnisse hinter bestimmten Positionen stecken, weil nur dann bedarfsgerechte Lösungen entwickelt werden können und – was vielleicht in vielen Fällen noch viel wichtiger ist – weil die Bürger nur dann das Gefühl haben, mit ihren Anliegen auch wirklich gehört zu werden.

Übrigens kann man sogar bei Donald Trump erkennen, dass auch er nicht ausschließlich separatistisch unterwegs ist, sondern (zumindest mittlerweile) um einen Interessenausgleich ringt: Er hat ganz offensichtlich zwei unterschiedliche Berater-Flügel in seinem Team, die in unterschiedliche Richtungen drängen. Sein Problem ist, dass er für sich selbst keine kongruente Lösung finden kann. Deshalb fehlt seinen öffentlichen Äußerungen an inhaltlicher Kohärenz, wodurch viel zusätzliche, eigentlich überflüssige (aber vielleicht „strategisch“ gewollte?) Verwirrung entsteht.

Was bedeutet das alles für Dich persönlich?

Hast Du Dich gefragt, warum ich hier so detailliert auf politische Themen eingehe? Oder hast Du schon erkannt, dass sich im zwischenmenschlichen Bereich ständig die exakt gleiche Fragestellung – nämlich Gegeneinander oder Miteinander? – auftut? Denn darum geht es mir hier: Dir anschaulich zu machen, dass sich auf der politischen Bühne exakt das Gleiche abspielt wie in Deinem privaten Alltag. Die Methodik ist dieselbe. Der Unterschied liegt lediglich in den Sachthemen, die es zu lösen gilt.

Ich werde Dir hier jetzt nicht die Mühe abnehmen, den Transfer dessen, was ich hier für die Politik beschrieben habe, auf Deine privaten Probleme und Konflikte zu machen. Insofern wirst Du schon mal Deinen eigenen Grips ein wenig anstrengen müssen. Über einige Details habe ich außerdem schon ganz viel in meinen anderen Artikeln geschrieben.

Gerade weil private Konflikte ganz genauso funktionieren wie Konflikte im öffentlichen Leben, halte ich es übrigens für extrem wichtig, dass die Politik insofern eine Vorbildfunktion übernimmt und öffentlich transparent vorführt, wie konstruktive Konfliktlösung funktioniert. Floskeln wie „wir müssen im Gespräch bleiben“ oder „wir ziehen eine diplomatische Lösung vor“ erwecken nur den Eindruck von heimlicher Politik im Hinterzimmer. Warum nicht klipp und klar die vermutlichen Bedürfnisse der anderen Seite benennen? Es gibt zum Beispiel im Nordkorea-Konflikt einige Stimmen, die darauf hinweisen, dass Nordkorea primär an der Sicherheit gelegen sei, nicht von anderen Ländern mit Atomwaffen angegriffen zu werden. Dieses Anliegen finde ich persönlich nachvollziehbar. Ein solch berechtigtes Anliegen mit militärischen Drohgebärden „platt zu machen“, ist in meinen Augen einfach nur destruktiv. Und wenn bei internationalen Konflikten die Bedürfnisse der verhandelnden Parteien transparent werden, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die gefundenen Lösung letztlich auch in jedem beteiligten Land selbst nicht auf den Widerstand der Bürger und Bürgerinnen treffen werden, weil für jeden nachvollziehbar ist, warum eine bestimmte Lösung konkret so ausgefallen ist.

Was mir jedenfalls so wichtig ist, in diesem Artikel zu vermitteln, ist die Tatsache, dass Du zwar die Probleme dieser Welt nicht lösen kannst, dass Du aber sehr wohl in der Lage bist, Deine eigenen privaten Probleme zu lösen, die nach dem exakt gleichen Schema funktionieren: Gegeneinander oder Miteinander? Du wirst feststellen, dass auch im privaten Bereich insofern eine Balance hergestellt werden muss. Und Du wirst auch feststellen: Das ist gar nicht so einfach und kostet viel Mühe! Je höher Deine Bewusstheit ist, desto besser und leichter wird Dir das gelingen. Und wie oben schon geschrieben: Wenn Du dann irgendwann einmal vom Christusbewusstsein erfüllt sein wirst, dann wird das für Dich kein Problem mehr sein, sondern ein Sonntagsspaziergang.

Warum es so wichtig ist, dass Du für Dich persönlich diesen Prozess nachvollziehst? Weil Dir dann sofort einleuchten wird, dass weder die AfD mit ihrem ausgeprägten Separatismus noch die Linke mit ihrem ausgeprägten Gemeinsinn im Moment die Probleme dieser Welt werden lösen können. Die Lösung liegt im Moment noch immer irgendwo in der Mitte, und zwar für jedes einzelne Sachproblem an einem anderen Punkt zwischen Machtausübung und kooperativer Lösung, wobei dieser Punkt von den Beteiligten im Laufe einer Auseinandersetzung auch noch mal verschoben werden kann. Meine Hoffnung ist zum Beispiel, dass der momentane Machtkampf zwischen den USA und Nordkorea irgendwann doch noch in einem kooperativen Verhandlungsprozess münden wird. Auch dem Iran-Deal sind ja bekanntlich Sanktionen vorausgegangen. Man kann beide Lösungsansätze also auch wunderbar kombinieren.

Das langfristige Ziel für die Lösung aller Konflikte auf allen Ebenen muss jedoch sein, kooperative Lösungsprozesse aufzusetzen, die den Einsatz von Macht und Gewalt zunehmend überflüssig machen. Denn nur dann wird die Menschheit auf der ganzen Welt in Frieden und Wohlstand leben können. Das wird aber nur gelingen, wenn alle Beteiligten auf allen Ebenen verstanden haben, dass und warum dieses Ziel erstrebenswert ist. Und eben das begreift nur, wer das selbst in seinem Privatleben nachvollzogen hat.

Was im Moment passiert, ist, dass sich die Menschheit teilt: Es gibt einerseits diejenigen, die sich aus Angst und Egozentrik gegen das „Zusammenwachsen“ der Welt sperren; das sind die, die auf der „Alten Erde“ verweilen werden. Und andererseits gib es diejenigen, die das Ziel der weltweiten Kooperation anstreben und unterstützen; diesen Menschen wird sich die „Neue Welt“ erschließen, allerdings nur dann, wenn sie die momentan noch vorhandenen Beschränkungen anerkennen und damit konstruktiv umgehen lernen.

Zu welcher Gruppe möchtest Du selbst gehören?

Wenn Du selbst in die „Neue Welt“ eingehen willst, wirst Du etwas dafür tun müssen: Du wirst an Deiner Bewusstheit arbeiten müssen. Denn nur dann bist Du darauf vorbereitet, das Christusbewusstsein aufzunehmen.

Willst Du an Deiner Bewusstheit arbeiten?

Bitte vergiß nie: Du kannst nicht die Welt verändern, aber Du kannst Dich selbst und damit Dein Leben verändern. Und genau damit wirst Du im weiteren Sinne auch die Welt verändern! Du wirst nie beurteilen können, ob Spitzenpolitiker konstruktiv agieren oder nicht, wenn Du nicht die gesellschaftlich und global anstehenden Entscheidungs- und Verarbeitungsprozesse in Dir selbst nachvollzogen hast. Wer nicht um Bewusstheit bemüht ist, wird immer ein unmündiger Bürger bleiben und damit der Geltungssucht machthungriger Politiker oder der Gier zahlengetriebener Wirtschaftsmanager ausgeliefert sein.

Willst Du das? Wie willst Du leben? Wie soll die Welt funktionieren, in der Deine Kinder und Enkel groß werden und leben?

Ich plane übrigens, demnächst einen Workshop „Konflikte konstruktiv lösen lernen“ aufzusetzen. Vielleicht hast Du ja Interesse daran?

 

 

Bildrechte: www.piqs.de „Atlas, it’s time for your bath“

KatrinNr. 73: Kannst Du erkennen, was in der Welt gerade passiert und welche Entscheidung Du für Dich treffen musst?