Nr. 76: Nutzt Du jeden Moment Deines Lebens, um in Dir die Freude zu kultivieren?

Schon lange bevor ich mich intensiv in die Spiritualität vertieft habe, gab es ein Phänomen, das ich bei anderen Menschen beobachtet habe, das ich schlichtweg nicht verstanden habe: Wieso sich so viele Menschen offenbar so sehr schwer damit tun, Freude zu leben. Ich habe das damals schon nicht verstanden. Heute weiß ich: Das Ziel des spirituellen Weges ist, das eigene Bewusstsein so umzugestalten, dass man unabhängig von den Umständen im Außen Freude, Frieden und innere Freiheit empfinden kann. Oder kürzer: Es geht darum, das eigene Bewusstsein auf Freude zu „konditionieren“. Denn dann ist man vollständig unabhängig davon, was um einen herum passiert und kann daher „Alles annehmen, was ist“. Wer da angekommen ist, verschmilzt mit dem Leben und ist damit in der Einheit angekommen! Oder anders ausgedrückt: Der ist erleuchtet!

Was ich mittlerweile allerdings auch verstanden habe: Das ist gar nicht so einfach! Vor diesem Hintergrund habe ich Dir hier mal aufgeschrieben, wie das mit der Freude funktioniert, damit Du daraufhin mal den Zustand Deines eigenen Bewusstseins untersuchen kannst.

Freude ist nicht gleich Freude: Unechte und echte Freude

Auf meinem Abitur-Ball habe ich von meinen Mitschülern eine „Auszeichnung“ erhalten für die lauteste Lache des Jahrgangs. Mein lieber Schulkollege moderierte das an mit den Worten: „Sie kann wiehern wie ein Pferd!“ Über die Auszeichnung habe ich mich gefreut, aber mit einem Pferd verglichen zu werden, fand ich natürlich weniger schmeichelhaft. Was ich heute jedenfalls verstanden habe: Mein Lachen damals hatte rein gar nichts mit Freude zu tun, sondern war lediglich Ausdruck einer fast zwanghaften Vergnügungssucht, mit der ich mich von allem abgelenkt habe, was in meinem Leben damals schwierig war. Und auffallen wollte ich, fürchte ich, auch noch. Im Vergleich zu heute würde ich mein Lachen von damals am ehesten so beschreiben, dass es lediglich im Kopf stattfand und aus dem Kopf herauskam; es war irgendwie kalt und trocken. Denn wenn ich heute lache, dann blubbert es warm in meinem ganzen Körper vor Freude. Diesen Unterschied kann ich heute auch bei anderen Menschen wahrnehmen.

Wonach ich außerdem unechte und echte Freude unterscheide: Es gibt eine wohlerzogene, kontrollierte und manchmal fast wie geschauspielert wirkende Freude, die Menschen an den Tag legen, um anderen Menschen zu gefallen oder andere Menschen glauben zu machen, dass man glücklich sei. Ich spüre das daran, dass das eine Freude ist, die nicht ansteckend wirkt und nicht zum Mitlachen einlädt. Da lacht gewissermaßen nur die Maske, die sich ein Mensch aufgesetzt hat, aber nicht der Mensch selbst, der sich hinter dieser „Lach-Maske“ versteckt.

Und was für mich heute ein No Go ist: Schadenfreude! Sich über das Unglück oder die Fehler und Schwächen anderer Menschen von oben herab mitleidig oder sogar abfällig zu amüsieren, ist in meinen Augen abgrundtiefe Negativität, die einfach nur ätzend ist. Im Grund ist das nichts anderes als Sadismus, weil dabei positive Freude mit destruktiver Gewalt gekoppelt wird. Das gleiche gilt natürlich, wenn man sich selbst damit unter dem Deckmäntelchen vorgeblicher Freude niedermacht; das ist nichts anderes als Masochismus, also Freude an der Selbstzerstörung. Wer so masochstisch mit sich selbst umgeht, wird zumindest insgeheim ganz genauso saditisch über andere herfallen. Damit meine ich hier natürlich nicht, wenn man sich selbst oder sich gegenseitig im direkten Kontakt ein bisschen aufzieht oder anfrotzelt und über sich selbst mit liebevollem Verständnis mehr lächelt als lacht. Das kann durchaus erheiternd sein, wenn auch der Betroffene selbst befreit mitlachen kann und gewisse Grenzen gewahrt bleiben. Wenn dem Betroffenen selbst jedoch das Lachen im Halse stecken bleibt, ist jeder Lacher von anderen einfach nur deplatziert. Was mich übrigens heute ganz grundsätzlich nervt: Die meisten Menschen neigen dazu, nicht MIT dem Menschen zu reden, mit dem sie es gerade zu tun haben, sondern ÜBER andere Menschen, die am Gespräch gar nicht beteiligt sind. Das ist ein Nährboden für Schadenfreude und in meinen Augen ganz billige Unterhaltung auf „Klatsch-Presse“-Niveau. Wenn ich mit Menschen zu tun habe, die so unterwegs sind, denke ich immer bei mir: „Kauf Dir doch lieber eine Gala-Illustrierte, anstatt hier andere Menschen zur eigenen Belustigung zu missbrauchen!“

Um das Gesamtergebnis meiner Beobachtungen zum Thema „echte/unechte Freude“ zusammenzufassen: Wenn ich mit dem hier dargestellten „Filter“ die unechte Freude, die ich wahrnehme, ausblende, stelle ich fest: Es gibt kaum Menschen, die sich authentisch freuen können! Ich habe für diesen Artikel nicht einmal ein Foto von einem echten Lachen gefunden, weshalb ich dann ein Blume ausgesucht habe. Was ich allerdings noch viel beklemmender finde: Nicht wenige Menschen reagieren sogar aggressiv auf den Ausdruck echter Freude! Beides hat „psycho-logische“ Gründe, die man kennen muss, wenn man die Freude in sich kultivieren will.

Wodurch echte Freude limitiert und verhindert wird

Echte Freude kann nur empfinden, wer einen Gutteil seines Schmerzes und seiner destruktiven Gefühle transformiert hat. Denn solange der Schmerz noch betäubt ist und die destruktiven Gefühle noch unterdrückt werden, ist der gesamte Emotionalkörper verhärtet und kann deshalb auch nicht frei in Freude schwingen. Das sind Menschen, die entweder mehr oder weniger komplett emotional gelähmt wirken und kaum eine Mine verziehen, oder Menschen, die zumindest kognitiv wissen, dass Lachen erstrebenswert ist und deshalb unechte Freude inszenieren. Gerade neulich habe ich eine Frau getroffen, die ohne jede „Vibration“ und irgendwie kalt und trocken laut lachte oder – besser gesagt – mehr wie eine Ziege keckerte. Das klang wie ein Lachsack, falls Du diese Teile kennst. Bei Männern, die von ihren Gefühlen abgeschnitten sind, beobachte ich oft so eine etwas coole oder zappelige Fröhlichkeit, die auf mich exakt die gleiche Wirkung hat wie das Lachsack-Gekecker, nämlich gar keine. Auch wenn das den meisten Menschen nicht schmecken wird: Echte Freude kann nur empfinden, wer in sich dafür den Raum geschaffen hat, indem er sich tapfer durch seinen Schmerz gekämpft und seine destruktiven Gefühle aufgelöst hat. Heute kann ich meistens schon am Lachen eines Menschen erkennen, wo er in etwa in seiner emotionalen Entwicklung steht.

Mit dem Schmerz und den destruktiven Gefühlen hängt auch ein anderes Phänomen zusammen, das auf den ersten Blick überraschend klingen mag: Die allermeisten Menschen haben tatsächlich Angst vor der Freude! Das liegt daran, dass diese Menschen Angst vor dem Schmerz und den destruktiven Gefühlen haben, weshalb sie in gleichem Maße auch das positive Pendant fürchten. Als ich das das erste Mal vor Jahren bei Pathwork gelesen hatte, habe ich gedacht: Unmöglich! Das kann nicht sein! Ich habe damals aber dann mal eine Bekannte von mir gefragt, die mir das tatsächlich bestätigte: Ja, sie habe Angst vor der Freude! Das erklärt auch, warum manche Menschen auf den Ausdruck echter Freude aggressiv reagieren: Weil sie vor der Freude in sich Angst haben, bekämpfe sie die Freude auch dann, wenn sie diese bei anderen wahrnehmen. Denn wer Freude empfinden kann, wird auf jeden anderen Menschen, der echte Freude ausdrückt, automatisch auch immer mit Freude reagieren, weil echte Freude „ansteckend“ ist.

Tatsächlich habe ich diese Angst vor der Freude vor Kurzem auch bei mir selbst entdeckt: Ich experimentiere gerade in dem Stadium, in dem es darum geht, die Freude als Dauerzustand unabhängig von den Umständen im Außen zu kultivieren. Das heißt, ich kann fantastisch gelaunt sein, selbst wenn ich mein Badezimmer putze, was ja normalerweise keine Aktivität ist, die Freude auslöst. Jedenfalls merke ich dann, wie ich dann manchmal plötzlich „einbreche“, weil mir die ganze Freude unheimlich wird. Man muss also tatsächlich lernen, Freude ebenso aushalten zu lernen, wie man das vorher für Schmerz und destruktive Gefühle hingekriegt haben muss.

Außerdem gibt es einen Show-Stopper für Freude, der es in sich hat: Wer noch  in Schuldzuweisungen festhängt und das Leben oder andere Menschen wie Eltern, Partner oder gar die eigenen Kinder für das eigene Unglück verantwortlich machen will, hat keine Chance in der Freude anzukommen. Das liegt an der destruktiven emotionalen Qualität von Schuldzuweisungen, mit denen andere Menschen angegriffen, angeklagt und nicht selten sogar offen angefeindet werden. Aus dieser Nummer kommt man nur heraus, wenn man begriffen hat, wie man sich alle Erfahrungen, die man macht, mit dem eigenen Bewusstsein selbst erschaffen hat.

Der Bremsklotz für die eigene emotionalen Entwicklung schlechthin: Die Manipulation der eigenen Gefühle

Weil Freude einerseits und Schmerz nebst destruktiven Gefühlen andererseits sehr eng miteinander verknüpft sind, gibt es einen fetten Bremsklotz für die eigene emotionale Entwicklung: Jede willentliche Beeinflussung von Gefühlen ist hochgradig schädlich! Wer also versucht, an seinen Gefühlen herumzumanipulieren, würgt den eigenen Entwicklungsprozess ab. Will heißen: Du musst bereit sein, jegliches Gefühl, das in Dir aufsteigt, zuzulassen und ihm in Dir Raum zu geben. Das heißt aber natürlich nicht, dass Du dieses Gefühl auch zum Ausdruck bringen müsstest, im Gegenteil: Die Kunst besteht darin, jedes erdenkliche Gefühl in sich anzunehmen und es in sich „sein zu lassen“, um dann bewusst zu entscheiden, ob man es zum Ausdruck bringen will oder nicht. Denn es ist in manchen Situationen ungünstig und manchmal sogar schlichtweg inadäquat, die eigenen Gefühle offen auszudrücken. Diese bewusste Steuerung des Gefühlsausdrucks kann am Anfang noch schwierig sein; je mehr Übung man darin hat, desto besser gelingt einem das jedoch irgendwann. Und dann kann man ganz still und leise jedes „schwierige“ Gefühl, das in einem hochkommt, vom Anfang bis zum Ende durchspüren, wodurch das jeweilige Gefühl automatisch transformiert wird in Freude.

Wenn man sehr viel Übung im Management der eigenen Gefühle hat und schon fortgeschritten ist im Transformationsprozess, spürt man, wie nach und nach die schwierigen Gefühle immer „kleiner“ = weniger intensiv und kürzer andauernd werden. Dann kann man ganz vorsichtig ausprobieren, ob man von einem destruktiven Gefühl umswitchen kann auf Freude. Ob das authentisch gelingt, fühlt man dann sehr genau, weil man dann die eigenen Gefühle genauestens kennt. Dann spürt man, ob man beim Umswitchen in der unechten Freude oder aber in der vielleicht auch nur ganz sachte spürbaren echten Freude landet. Wenn man dann bei der unechten Freude herauskommt, weiß man: Man muss sich doch noch einmal in das destruktive Gefühle vertiefen, ob einem das nun schmeckt oder nicht.

Das zweischneidige Schwert mit dem „positiven Denken“

Nachdem was ich eben geschrieben habe, dürfte klar sein, dass positives Denken um jeden Preis sehr schädlich sein kann, nämlich dann, wenn man versucht, damit seine Gefühle zu manipulieren. Positiv zu denken bedeutet in jedem Fall nicht, dass Du um jeden Preis immer positiv fühlen müsstest, im Gegenteil: Schon der Versuch wäre kontraproduktiv. Auf dem richtigen Weg, in jedem Moment Deines Lebens Freude zu verspüren, bist Du nur dann, wenn Du bereit und in der Lage bist, in jedem Moment jedes Gefühl in Dir zuzulassen und anzunehmen.

Mit positivem Denken kannst Du aber durchaus konstruktiv auf Deine Gefühle Einfluss nehmen, indem Du die Sichtweise auf den Auslöser der Gefühle veränderst. Um ein konkretes Beispiel zu geben: Eine Frau hat mal langatmig darüber geklagt, wie furchtbar es doch sei, dass das Mehrfamilienhaus, das sie von ihrem Vater geerbt habe, seit einem Jahr durch eine Baustelle vor dem Haus beeinträchtigt sei; dadurch werde der Wert gemindert, es sei laut und dreckig und was nicht sonst noch alles so furchtbar daran sei. Irgendwann riss mir der Geduldsfaden, und ich meinte nur trocken: „Stimmt, es ist wirklich ein ganz furchtbar hartes Los, ein Mehrfamilienhaus geerbt zu haben! Das Problem hätte ich auch gern.“ Ich tippe auch, dass das eigentliche Leid dieser Frau nicht diese reale Baustelle vor ihrem Haus war, sondern irgendeine mehr oder weniger in ihrem Bewusstsein verbuddelte seelische Baustelle, die mit ganz vielen unterschiedlichen Emotionen aufgeladen war. Solche seelischen Baustellen kann man aber nicht auflösen, wenn man sie auf andere Baustellen im Außen „verschiebt“, weil die Gefühle dann ungeklärt bleiben.

Überhaupt sehe ich hochemotionale „Problemgespräche“ im privaten Bereich heute eher skeptisch, weil meistens das Prozess-Know How, die Struktur und die Konzentration fehlt, das Problem wirklich einer Lösung zuzuführen. Das heißt, man stochert lange in unerfreulicher Materie herum, ohne dass sich dadurch irgendetwas verändern könnte. Das raubt unnötig Kraft und ist alles andere als erfreulich. Ich kenne zum Beispiel nur sehr, sehr wenige Menschen, die im normalen Gespräch ihre Gefühle benennen und authentisch ausdrücken können. Außerdem gibt es noch viel weniger Menschen, die auf die Gefühlsäußerungen anderer Menschen konstruktiv reagieren können. Das heißt, man läuft Gefahr, sich in mentalen Konstrukten zu verheddern, wodurch nichts aufgelöst werden kann. Last but not least, sind die meisten Menschen, die ich kenne, mit den falschen mentalen Konzepten unterwegs, die sie dann auch noch liebend gern anderen aufdrücken, um sich selbst als „wissend“ und deshalb wertvoll zu erleben. Ich bin heilfroh, dass ich solche selbstverliebten Falschberatungen seit einigen Jahren sofort erkennen und aussortieren kann. Als ich noch an meinen richtig dicken Themen zu knacken hatte, bin ich jedenfalls deshalb dazu übergegangen, diese richtig dicken Themen aus privaten Gesprächen bewusst auszuklammern, um etwas Anderes zu erleben und um damit gewissermaßen „Urlaub von meinem Problem“ zu machen.

In die Rubrik „Positives Denken“ gehört auch das Thema „Dankbarkeit“: Wer immer nur darum kreist, was im eigenen Leben nicht gut funktioniert, verliert leicht das Gute aus dem Blick, das das Leben auch in den dunkelsten Stunden noch für einen bereit hält. Das mögen manchmal nur ganz kleine Dinge sein, aber jedes kleine durch Dankbarkeit aktivierte Lächeln kann ein Lichtstrahl am ansonsten trüben Horizont sein. Ein Coachee von mir hat mir zum Beispiel mal von ihrem Vater erzählt, der in den Jahren nach dem Tod seiner Ehefrau – also der Mutter meines Coachees – jedes Weihnachten in Selbstmitleid versunken ist. Auch der Besuch seiner Tochter, die in einer anderen Stadt lebte, konnte kein Licht in seine trüben Weihnachtstage bringen. Es endete damit, dass die Tochter ihre Weihnachtsbesuche bei ihrem Vater irgendwann einstellte, weil sie keine Lust mehr dazu hatte, sich als Zuschauerin dieses inszenierten Selbstmitleides die Laune verderben zu lassen, ohne dass es ihrem Vater dadurch besser zu ergehen schien. Wer nicht schätzen kann, was er Gutes im Leben hat, weil er immer nur um das Schlechte kreist, wird über kurz oder lang auch das Gute verlieren. Deshalb ist es konstruktives positives Denken, wenn man sich bewusst auf die schönen Dinge des Lebens konzentriert, ohne natürlich die schwierigen Probleme dauerhaft unter den Teppich zu kehren.

Weißt Du, warum es so wichtig ist, die Freude in sich zu kultivieren?

Diese Frage magst Du vielleicht überflüssig finden, weil doch klar ist, dass Freude ein erstrebenswerter Zustand ist. Dass ich sie trotzdem stelle, hat einen Grund: Den meisten Menschen scheint das, was ich jetzt schreibe, nicht bewusst zu sein.

Freude ist ein ganz wesentlicher Bestandteil von Liebe! Wer sich an und mit anderen Menschen freuen kann, der liebt. Wer andere Menschen in ihrer Individualität und persönlichen Vielfalt wahrnehmen und sich daran erfreuen kann, der liebt. Die meisten Menschen hingegen machen ihre „Liebe“ (die ich hier in Anführungszeichen gesetzt habe, weil das eigentlich gar nichts mit Liebe zu tun hat) davon abhängig, ob der geliebte Menschen für sie in irgendeiner Weise „nützlich“ ist: Eine schöne Frau ist für einen Mann nützlich, weil sie ihn schmückt und er damit andere Männer „übertrumpfen“ kann. Ein erfolgreicher Mann ist für eine Frau nützlich, weil er ihr sozialen Status und Überlegenheit gegenüber anderen Frauen vermitteln kann. Ein starker Mensch kann nützlich sein, weil er für andere Schutz und Wert vermitteln kann. Ein Mensch, der nicht widerspricht oder kritisiert, ist für das eigene Ego nützlich. Mit anderen Worten: Das Gegenüber wird zum Objekt degradiert, anstatt als eigenständiges Subjekt um seiner selbst willen geschätzt. Dass das destruktiv ist, kannst Du ganz leicht nachvollziehen, wenn Du Dir vorstellst, dass Dich jemand allein danach beurteilt, ob Du für diesen jemanden nützlich bist – genauso wie ein Topf, ein Klodeckel oder ein Deo nützlich ist. So bitter das klingen mag: Das verstehen die meisten Menschen tatsächlich unter Liebe.

 

Na? Hast Du jetzt eine Ahnung, wo Du selbst in Sachen „Freude“ stehst? Weißt Du jetzt, wie Du mehr Freude in Dein Leben holen kannst?

 

 

Bildrechte: www.piqs.de „Daisy“

KatrinNr. 76: Nutzt Du jeden Moment Deines Lebens, um in Dir die Freude zu kultivieren?